'i'm alive', wiederholt garland jeffreys mantraartig im gleichnamigen song auf seinem neuen album 'the king of in between': 'i'alive, alive, i'm not dead, i'm alive'. der zufall macht es, dass dem mittlerweile auch schon 68-jaehrigen saenger damit das perfekte statement zum richtigen zeitpunkt gelingt - schliesslich ist eine solche trotzige lebensbejahung die einzige sinnvolle antwort auf nachrichten wie den tod des e-street-saxofonisten clarence clemons (zumal sich auch jeffreys in den letzten jahren vermehrt im dunstkreis von bruce springsteen bewegte). doch nicht nur große themen wie leben und tod praegen jeffreys erstes neues album seit 14 jahren, mit 'the king of in between' ist dem saenger auch eine grossartige new york-platte gelungen. musikalisch liegt sein markenzeichen einmal mehr in der vielfalt, die hier von rock und soul ueber blues bis hin zu reggae und latin reicht. die kompetente produktion von dylan-begleiter larry campbell sowie ein cooler cameo-auftritt von jeffreys altem kumpel lou reed machen 'the king of in between' schliesslich zu einem heissen anwaerter auf den status eines instant-klassikers.